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Popsängerin Anci Interview

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Ich bin Anci, Ihre Eventsängerin von Nordrhein-Westfalen. Gerne stelle ich mich Ihnen erst einmal vor. Hier erfahren Sie, wer ich bin und was Sie von einer Eventsängerin erwarten dürfen.

Anci, wie hat die Musik und der Gesang in dein Leben gefunden?

In meiner Familie wurde immer laute Musik gehört, jeden Tag. Seit ich klein bin, habe ich immer gerne zur Musik getanzt und gesungen. Ich konnte ohne Pause stundenlang tanzen, ich spürte es damals schon, diese Energie und Leidenschaft zur Musik. Ich bin in Serbien geboren und verbrachte dort meine Kindheit bis zum Kindergarten. Musik liegt dem serbischen Volk einfach im Blut und ein Tag ohne irgendwelche Hintergrundmusik ist unvorstellbar. Sogar in schwierigen Zeiten wird gesungen und getanzt, um den Schmerz zu lindern. Mein Opa hat oft gerne Gitarre gespielt und dazu gesungen - der Stil, den er spielte, war Pop, spanische Musik und Rock - ich habe ihn deswegen immer bewundert. Meine Oma hat ebenfalls eine wunderbare Stimme und sang gerne Volkslieder. Mein Onkel, der nebenan wohnte, war DJ und hat fast jeden Tag aufgelegt. Die ganze Nachbarschaft konnte ihn hören :-). Ich bin von dieser Zeit und Kultur in meiner Kindheit sehr geprägt worden. Die Musik sowie der Gesang waren immer da und sehr selbstverständlich für mich. Zu dieser Zeit wusste ich aber noch nicht, dass mich das mein Leben lang begleiten wird.

Wann hast du dich entschieden auf die Bühne zu gehen und was für eine Erfahrung war das für dich?

Das war schon in der ersten Klasse. In der Grundschule habe ich im Chor und Theater mitgewirkt. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Mit der Zeit merkte ich, dass sehr viel positives Feedback von Außen kam. Alle haben mich angesprochen und sagten, aus mir könnte eine tolle Sängerin werden. Ich war aber immer sehr bescheiden, was diese Komplimente anbelangte. Erst in der neunten Klasse traute ich mich dann endlich alleine auf die Bühne. Das war ein besonderer Moment für mich, ich hatte so ein Lampenfieber, das werde ich nie vergessen. Es ist ein großer Unterschied, gemeinsam mit anderen aufzutreten oder ganz allein auf der Bühne zu stehen und alle Blicke sind auf dich gerichtet. Ich sang von Christina Aguilera den Song "Beautiful" und von Yvonne Catterfeld "Für dich". Das war eine große Überwindung, alleine auf der Bühne vor so vielen Menschen zu singen. Da meine Mutter alleinerziehend war mit mir und meinem Bruder, blieb keine Zeit für Privatunterricht in Gesang oder Klavier. Viele Umstände führten dazu, dass ich mich für eine kaufmännische Ausbildung entschied, um in der Arbeitswelt gut anzukommen. Erst später besuchte ich in Zürich nebenberuflich eine Musik Academy und das Singen brachte ich mir selbst bei. Diese Entscheidung machte mir das Leben mit der Musik später sehr schwer, denn ich konnte mich nie wirklich darin entfalten, da ich ja immer im kaufmännischen Bereich Vollzeit beschäftigt war. Im nächsten Leben werde ich mich wohl definitiv nur für die Musik entscheiden. Dennoch habe ich bis heute die Musik nicht aufgegeben, obwohl ich viele Hürden hatte. Denn ein Leben ohne die Kunst kann ich mir nicht vorstellen.

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Hört sich das nach einem Leben zwischen zwei Welten an?

Definitiv war und ist das ein Leben zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite war ich kaufmännische Angestellte und auf der anderen Seite verbrachte ich die Wochenenden mit Auftritten.  Irgendwann kamen die Stimmbandknötchen und das war für mich ein Zeichen, die Notbremse zu ziehen. Auch habe ich dabei manche Freundschaften und das Familienleben vernachlässigt, was ich sehr bedauere. Aber es war eine Zeit des Ausprobierens, in der ich Erfahrung sammeln konnte und ganz viel Hoffnung in die Musik hegte.

Wie sah so eine Woche bei dir aus?

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Von Montag bis Samstag Vollzeitjob, am Wochenende dann die Auftritte. Der Sonntag war der einzige Tag, an dem ich mich etwas ausruhen konnte, Haushalt oder Büroarbeit erledigen konnte. Unter der Woche kamen dann noch die ganzen Proben mit diversen Bands hinzu. Da blieb keine Zeit für eigene Songs bzw. Projekte.

Gab es mal Chansen eine Karriere zu starten?

Eigentlich hatte ich meine Ziele erreicht - Job im Büro und Singen auf der Bühne. Irgendwann jedoch kam der Moment, an dem ich mich entscheiden musste, ob ich eine berufliche oder musikalische Karriere angehen möchte. Am Anfang habe ich beides versucht, dabei entstand meine erste Single You & I in Zürich. Ich merkte aber schnell, wenn man erfolgreich sein möchte, dann sollte man sich nur für eine Sache entscheiden. Aufgrund der Tatsache, dass ich bereits mit Anfang 20 in ein "normales" Berufsleben einsteigen musste, hatte ich somit auch keine Möglichkeit, eine musikalische Grundausbildung professionell anzugehen. Das finanzielle Risiko eines Musikers konnte ich zu diesen Zeitpunkt nicht eingehen. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Angebote, bestimmte Projekte zu starten, allerdings entsprachen diese nicht meinen Vorstellungen. Gleichzeitig hätte ich dafür meinen sicheren Job aufgeben müssen. Wenn es das Label Universal gewesen wäre, hätte ich mir das vielleicht anders überlegt ;-). Da mich die Musik jedoch all die Jahre weiterhin fasziniert hat, habe ich mich dann mit 25 in die Voice + Music Academy Zürich eingeschrieben und erfolgreich abgeschlossen. In der Voice Academy habe ich meinen Stil weiterentwickelt und ausgebaut, auch hat mich die Ausbildung dazu motiviert meine eigenen Projekte anzugehen.

Woher kommen die Song-Ideen?

Die Songs haben viel mit meiner eigenen Vergangenheit zu tun, sie sind also sehr persönlich. Ich habe mich nie getraut so offen und ehrlich zu sein, aber wenn ich sehe, dass die Texte die Zuhörer da draussen berührern, dann weiss ich, ich habe das richtige gemacht.

Wie und wo kann man dich als Sängerin erleben?

Aktuell habe ich mich auf Trauungen und standesamtliche Hocheziten spezialisiert. Ich finde diese Momente sehr emotional und fühle mich sehr geehrt ein Teil davon sein zu dürfen. Ich begleite Personen in ihren schönsten Augenblicken. Dazu gehören Heiratsanträge, Trauungen, Hochzeiten, Jubiläen, Hochzeitstage, Events, Sektempfang und vieles mehr. Dazu können Sie hier mehr erfahren.